Die Nutzung von Photovoltaikanlagen wird immer beliebter. Für die Steiermark ist sogar geplant, dass in Zukunft der Bau einer Photovoltaikanlagen bei Neubauten verpflichtend werden soll. Auch die Statistik zeigt, dass die Zahl der Anlagen in ganz Österreich seit Jahren kontinuierlich zunimmt. wenn Sie sich also für eine eigene Photovoltaikanlage entscheiden möchten, verraten wir Ihnen hier die wichtigsten Fakten.

Wie funktioniert eine Photovoltaikanlage?

Bild zeigt Photovoltaik AnlageEigentlich arbeiten Photovoltaikanlagen nach einem einfachen Prinzip. Das Sonnenlicht fällt auf die Solarzellen, welche in den Solarmodulen miteinander verschaltet sind. Das Sonnenlicht verursacht an der Solarzelle eine elektrische Spannung, welche direkt an der Oberfläche abgenommen wird.

Die Solarmodule erzeugen allerdings Gleichstrom, welcher von den normalen Verbrauchern nicht genutzt werden kann. Aus diesem Grund wird ein Wechselrichter benötigt. Dieser kontrolliert und überwacht die Solarmodule und wandelt den Gleichstrom mit geringem Stromverlust in Wechselstrom um. Dieser Strom kann nun von den Verbrauchern im Haushalt direkt genutzt werden.

Nicht genutzter Strom wird in der Regel in das allgemeine Stromnetz eingespeist und entsprechend vergütet.

Welche Photovoltaik Montagesysteme gibt es?

Grundsätzlich können Photovoltaikanlagen mit unterschiedlichen Montagesystemen auf Gebäuden verbaut werden. Die wohl klassische und am häufigsten vertretende Variante ist dabei die AufDach-Montage. Das Montagesystem wird dabei fest mit dem Dachstuhl verbunden und durch die Dacheindeckung nach Außen geführt. An diesen Dachhaken werden nun die Montageschienen für die Solarmodule befestigt.

Hier ist eine fachgerechte Montage besonders wichtig, da die Verbindungen zwischen Montagesystem und Dachstuhl professionell abgedichtet werden muss, um ein Eindringen von Wasser zu verhindern. Die Montagesysteme schweben praktisch über der Dacheindeckung, sodass die Solarmodule hinterlüftet werden. Da diese Anlagen modular aufgebaut sind, kann die Größe der Anlage bei Bedarf zudem noch erweitert werden.

Die Alternative zu dieser Bauform sind die in das Gebäude integrierten Photovoltaikanlagen. Bei Gewerbeimmobilien sind es häufig die Wände, welche mit Solarmodulen verkleidet werden. Auch hier handelt es sich um hinterlüftete Module, welche vor der Gebäudewand angebracht werden.

Bei privaten Anlagen werden immer häufiger sogenannte InDach-Anlagen gewählt. Hierbei ersetzen die Solarmodule die klassische Dacheindeckung vollständig. Das bedeutet, dass die gesamte Dachfläche zur Photovoltaikanlage wird. Da diese Anlagen aufgrund der Größe sehr teuer sind, rentieren sich diese vor allem bei Neubauten oder bei ohnehin anstehenden Dachsanierungen. So sparen die Bauherren die Anschaffungskosten für die Dachziegel, was diese Montageform finanziell ein wenig attraktiver erscheinen lässt.

Ist die Montage auf einem Flachdach möglich?

Auch auf Flachdächern können Photovoltaikanlagen montiert werden. Hier ist allerdings keine InDach-Montage möglich, sondern nur die direkte Montage auf dem Flachdach. Dabei werden die Solarmodule in spezielle Flachdach-Montagesysteme eingebracht, welche sich im gewünschten Winkel fixieren lassen. Somit kann die Ausrichtung der Solarmodule und deren Winkel optimiert werden, sodass sich auch auf einem Flachdach eine hohe Ertragsdichte mit der Photovoltaikanlage erreichen lässt.

Allerdings ist hierbei die korrekte und stabile Montage besonders wichtig, da die schräg stehenden Solarmodule besonders windanfällig sind. Aus diesem Grund müssen zunächst einmal die Montagesysteme fest und sicher mit dem Dach verbunden werden. Auch die Module an sich werden mit dem Montagesystem fest verbunden und gesichert, sodass Sie auch bei starkem Wind keine Angst um Ihre Photovoltaikanlage haben müssen.

Wird die Anlage fachgerecht montiert, so muss diese die Windlasten nach ÖNORM B 1991-1-4 aushalten können.

Wieviel KW Stunden produziert eine Photovoltaikanlage am Tag

Diese Frage lässt sich leider nicht pauschal beantworten, da der Ertrag einer Photovoltaikanlage von vielen Faktoren abhängig ist. Zum einen von der Ausrichtung und der Größe der Anlage.

Gehen wir allerdings einmal vom Optimum aus. Eine Photovoltaikanlage mit einer Größe von 1 kWp (Was ist eigentlich ein kWp?) steht auf einem Hausdach mit perfekter Südausrichtung. Eine solche Anlage kann pro Jahr ungefähr zwischen 950 und 1300 Kilowattstunden an Strom erzeugen. Das wären also im Durchschnitt 3 Kilowattstunden pro Tag.

Vergrößern wir die Anlage im Beispiel einmal um den Faktor 5, so benötigt die Anlage ungefähr eine Dachfläche von 30 - 35 Quadratmetern und liefert eine Leistung von 5 kWp. Eine solche Anlage kann also, je nach Witterung, Ausrichtung und Wirkungsgrad der Solarmodule eine Leistung von ungefähr 15 Kilowattstunden pro Tag erzeugen. Im Jahr können somit zwischen 4.750 und 6.500 Kilowattstunden an Strom erzeugt werden. Mehr als die meisten vierköpfigen Familien in einem Jahr verbrauchen.

Was kostet eine Photovoltaikanlage mit Montage?

Photovoltaik VerkabelungDie Verkabelung ist meist sehr AufwendigDie Kosten der Montage und die Kosten der Photovoltaikanlage lassen sich nicht einfach pauschal ermitteln. Denn zum einen hängen die Kosten vom gewünschten Montagesystem ab. Zudem spielt die Art der Solarmodule eine wichtige Rolle. Denn auch diese sind für den Preis der gesamten Anlage von besonderer Bedeutung. Grundsätzlich können Sie sagen, dass mit höherem Wirkungsgrad der Solarmodule auch deren Preis steigt.

Ein weiterer Kostenfaktor ist der Wechselrichter. Denn auch dieser ist in vielen unterschiedlichen Preiskategorien erhältlich und weist dementsprechend mehr oder weniger Funktionen auf.

Die Kosten der Montage hängen nicht zuletzt vom Aufbau Ihres Hauses und Ihres Daches ab. Denn es muss schließlich nicht nur die Montage der Photovoltaikanlage auf dem Dach erfolgen, sondern auch die Verkabelung der Anlage mit dem Wechselrichter und mit dem Stromanschluss.

Bei großen Häusern entsteht somit ein nicht unerheblicher Aufwand, da der Hausanschluss häufig im Keller oder im Erdgeschoss angebracht ist. So müssen die Kabel durch die verschiedenen Räume gelegt werden, was den Aufwand bei der Montage deutlich erhöht. Einfacher ist es, wenn Sie die Montage der Anlage direkt beim Bau des Hauses berücksichtigen. Dies kann helfen die Kosten zu senken.

Wenn Sie die konkreten Kosten für eine Photovoltaikanlage und die Montage auf Ihrem Dach erfahren möchten, raten wir Ihnen zu einem direkten Gespräch mit einem Fachbetrieb von dachdecker-spengler.com. Der Fachbetrieb kann die Situation bei Ihnen vor Ort beurteilen und anhand dessen eine genaue Kostenkalkulation vornehmen.

So erhalten Sie, passend zu Ihren Wünschen und Vorgaben, die Kosten für die gewünschte Photovoltaikanlage und die zugehörige Montage direkt von einem Fachbetrieb. Dies sichert Sie ab und bietet den Vorteil, dass Sie bei einem passenden Preis die Anlage und deren Montage direkt beauftragen können. Denken Sie bei den Preisen daran, dass Sie in Österreich und speziell in der Steiermark von einer gezielten Förderung für Photovoltaikanlagen profitieren können.

Gibt es eine Förderung für Photovoltaikanlagen?

In Österreich gibt es eine gezielte Förderung zum Ausbau von Photovoltaikanlagen, die Sie sich zunutze machen können. Denn schließlich wird die Anlage durch die Förderung auch finanziell nochmals interessanter, da Sie dank der Förderung schneller eine Rendite erzielen können. Wichtig ist, dass Sie den Antrag auf Förderung noch vor dem Baubeginn der Anlage stellen. Wird der Antrag positiv beschieden, haben Sie im Anschluss an den Bescheid insgesamt 12 Wochen Zeit, um die Photovoltaikanlage zu realisieren. So lange werden die Fördergelder für Sie fixiert. Wenn innerhalb dieser Frist die Unterlagen der fertigen Anlage nicht eingereicht werden, verfällt die Förderung wieder. Reichen Sie die Unterlagen ein, profitieren Sie von der Förderung. Diese beträgt im aktuellen Jahr 2019 für Einzelanlagen:

  • € 250.- pro kWp der Anlage bis zu einer maximalen Größe von 5 kWp, wenn es sich um eine freistehende oder Aufdachanlage handelt. Sie können also eine maximale Förderung von € 1.250.- in Anspruch nehmen.
  • Verbauen Sie eine InDach- oder Wand-Photovoltaikanlage, erhöht sich die Förderung auf € 350.- pro kWp. Dies ist ebenfalls auf eine maximale Leistung von 5 kWp begrenzt. Das bedeutet, dass Sie für solche Anlagen eine maximale Förderung von 1.750 Euro in Anspruch nehmen können.
  • Eine weitere Form der Förderung ist die Einspeisevergütung. Wenn Sie mit der Photovoltaikanlage Strom produzieren und diesen nicht selbst nutzen, können Sie den Strom in das allgemeine Stromnetz einspeisen. Dafür erhalten Sie vom Stromanbieter einen im Vorfeld festgelegten Preis. Somit produziert die Photovoltaikanlage nicht nur Strom, sondern auch zugleich bares Geld.

Welche Firmen übernehmen Photovoltaik Montage?

Die Auswahl an Angeboten für Photovoltaikanlagen in der Steiermark und deren Montage ist groß. Doch gerade dieser Umstand kann schnell problematisch werden. Denn viele der Anbieter, welche die Montage einer solchen Anlage anbieten, arbeiten dabei nicht mit ausgebildeten Fachkräften, sondern meist nur mit Hilfsarbeitern. Das kann insofern schnell zu einem Problem werden, da die fachgerechte Montage somit nicht mehr garantiert werden kann. Kommt es beispielsweise aufgrund der nicht fachgerechten Montage zu einem Brand und Sie können der Versicherung nicht nachweisen, dass die Montage durch einen Fachbetrieb erfolgte, kann dies sogar finanzielle Folgen haben.

Viele Versicherungen verweigern die Übernahme der Schäden, wenn wichtige Anlagen wie Photovoltaikanlagen nicht von geprüften Fachbetrieben montiert wurden.

Aus diesem Grund raten wir grundsätzlich dazu, dass die Montage der Photovoltaikanlage immer durch einen geprüften Fachbetrieb erfolgen sollte. Der steierische Verband von Dachdeckern und Spenglern beispielsweise ist ein guter Ansprechpartner, da Sie hier ausschließlich Fachbetriebe finden, welche die Montage entsprechend aller Vorgaben übernehmen.

Dank der umfassenden Ausbildung der Mitarbeiter und aufgrund der langjährigen Erfahrung in der Montage von Photovoltaikanlagen werden die Arbeiten fachgerecht und unter Berücksichtigung aller Sicherheitsvorschriften vorgenommen. Schließlich handelt es sich um eine Stromproduzierende Anlage, die, bei entsprechender Größe, enorm viel Energie produzieren kann. Hier sollten nur Fachkräfte arbeiten, welche etwas von der Materie verstehen, um die Gefahr bei der Montage zu verringern. Mit dem Verband von Dachdeckern und Spenglern stehen Ihnen die wichtigsten und kompetenten Ansprechpartner jederzeit zur Verfügung.