Blitzableiter

Wie funktioniert ein Blitzableiter?

Blitzableiter verhindern, dass Blitze in ein Gebäude einschlagen und ihre volle Energie entladen. Sie leiten den Strom zur Erde, deshalb ist eine Verankerung im Fundament erforderlich. Ohne einen Schutz drohen bei Gewittern Schäden am und im Haus. Doch wie funktionieren die blitzableitenden Systeme eigentlich?

Blitze sind gewaltige Energieentladungen

Über 1,2 Millionen Blitze gab es im Sommer 2022 in ganz Österreich. Die Kraft eines einzelnen Blitzes ist dabei gewaltig: Bis zu 10 Millionen Volt Spannung weist die sich entladende Energie auf. Das entspricht 1.000 Gigawatt und damit der Leistung von 1.000 Atomkraftwerken. Ein Blitzschlag führt häufig zu Überspannungsschäden und macht Elektrogeräte unbrauchbar.

Zudem stellt ein Blitzeinschlag eine Bedrohung für Mensch und Tier dar. Im Wetterphänomen herrschen 30.000 Grad Celsius. Dass Blitze Brände und Explosionen auslösen können, verwundert deshalb nicht.

haus mit blitzÜber 1,2 Millionen Blitze gab es im Sommer 2022 in Österreich

Ein äußeres Blitzschutzsystem zur Schadensabwehr

Wenn Sie an Ihrem Haus ein äußeres Blitzschutzsystem besitzen, sind Sie bei Gewittern auf der sicheren Seite. Drei Komponenten sind für die Gefahrenabwehr vonnöten: eine Fangeinrichtung, eine Ableitungseinrichtung sowie eine Erdungsanlage. Alle Elemente haben eine eigene Aufgabe:

  • die Fangeinrichtung greift Direkteinschläge auf
  • die Ableitungseinrichtung leitet die Energie sicher zur Erde
  • die Erdungsanlage verteilt den Blitzstrom in der Erde

Eine Fangeinrichtung gibt es in verschiedenen Ausführungen. Mit emporragenden Fangstangen, mit am Steil- oder Flachdach entlanglaufenden Drähten und über hängende Seile fängt die Einrichtung Direkteinschläge auf. Die Ableitungseinrichtung leitet den Strom eines Blitzes von der Fangeinrichtung bis zur Erdungsanlage.

Die Anzahl der Ableitungen ergibt sich aus dem Umfang des zu schützenden Gebäudes. Zwei Stück sind in jedem Fall erforderlich. Wenn möglich, ist am besten an jeder ungeschützten Ecke des Hauses eine Ableitung anzubringen. Gleichmässig um die Außenwände der baulichen Anlage verteilte Ableitungen offerieren einen sehr guten Schutz.

Mit der Erdungsanlage erfolgt die Verteilung der Blitzenergie in der Erde. Form und Abmessungen des Systems sind von Bedeutung, um gefährliche Überspannungen zu vermeiden. Bei der Erdungseinrichtung haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Erdungsanordnungen.

  • Fundamenterder: Diese Erdungsanlage ist in das Betonfundament eines Gebäudes eingebettet.
  • Tiefenerder: Dieser Erder ist tief in den Boden eingebaut und senkrecht ausgerichtet. Der Tiefenerder dient zum Nachrüsten einer Blitzschutzanlage.
  • Ringerder: Ringerder sind um das Außenfundament einer baulichen Anlage verlegt. Der Oberflächenerder leistet vor allem als geschlossener Ring gute Dienste.

Durch eine unsachgemäße Anbringung läuft der Blitzableiter Gefahr, bei einem Einschlag Feuer zu fangen. Außerdem ist eine ideale Weiterleitung der Energie nicht gesichert. Versierte Dachdecker aus der Steiermark installieren Blitzschutzsysteme fachgerecht.

Wenn Sie gerade Ihr Steil- oder Flachdach abdichten lassen, nutzen Sie am besten die Expertise der Handwerker. Diese prüfen, ob der Blitzschutz adäquat funktioniert, rüsten nach und liefern wertvolle Tipps.

schutzhausMan unterscheidet zwischen dem äußeren Blitzschutz und dem Inneren

Blitzableiter ziehen die Energie nicht an

Dass Blitzableiter die Blitze anziehen, ist ein Irrtum. Ein Blitz schlägt ein, unabhängig davon, ob es einen entsprechenden Schutz gibt oder nicht. Der äußere Blitzschutz wirkt wie ein faradayscher Käfig. Im Haus sind Sie deshalb vor den extremen Energieentladungen sicher. Die Systeme zur Abwehr von Blitzen sind für die gewaltigen Stromstärken konzipiert und halten diesen bei fachgerechter Installation stand.

Erfinder der schützenden Vorrichtung ist Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der USA. Seine Idee, dass Blitzableiter auf dem Dach eines Hauses Blitze abfangen und durch Fangleitungen am Gebäude vorbei in den Boden leiten, ist auch heute noch bewährt. Allerdings ist ein Haus mit einem Blitzableiter nur geschützt, wenn dieser sachgerecht angebracht wurde.

Um sich zu vergewissern, dass bei einem Gewitter keine Gefahr droht, sollten Sie sich der Fachkenntnisse der Spengler aus der Steiermark bedienen. Diese installieren schnell und professionell ein äußeres Blitzschutzsystem und überprüfen bestehende Systeme.

bild zeigt haus mit blitzLassen Sie Ihr Blitzschutzsystem unbedingt von einem Fachmann überprüfen

Planung einer Fangeinrichtung vom Dach abhängig

Für das Auffangen der Blitze ist die Fangeinrichtung als Teil des äußeren Blitzschutzes verantwortlich. Bei der Installation sind Ecken und Kanten erhöhter Bauteile zu berücksichtigen, um eine bauliche Anlage umfassend zu schützen. Bei einem Spitzdach findet das Blitzkugelverfahren Anwendung. Dieses dient zur Ermittlung von Eintrittsstellen, die für einen direkten Blitzeinschlag infrage kommen.

Durch das Abrollen einer Kugel über ein maßstäbliches Modell des Gebäudes bestimmen Fachleute gefährdete Stellen und statten diese mit passendem Blitzschutz aus. Bei einem Flachdach kommt das Maschenverfahren zur Anwendung.

Die Methode zielt darauf ab, ein Netz aus den Fangleitungen auf den ebenen Dachflächen eines Hauses zu installieren. Verschiedenen Gebäudetypen wird eine bestimmte Blitzschutzklasse zugeordnet.

Das Ermitteln der passenden Klasse übernehmen gern die steirischen Dachdecker und Spengler aus Ihrer Umgebung.

Fazit

Ein Blitzableiter ist eine sinnvolle Schutzeinrichtung für Ihr Haus. Fachgerecht installiert, bewahrt das System vor Schäden und nimmt die Angst bei Gewittern. Ist der Blitzableiter nicht professionell eingerichtet, drohen bei Energieentladungen aus der Atmosphäre Brände, Explosionen und Überspannungen.

Äußere Blitzschutzsysteme lassen sich nachrüsten und bestehende Einrichtungen auf ihre optimale Funktionalität überprüfen.

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